Internationales

Auf dieser Seite finden sich Texte zu internationalen Ereignissen, die aber evtl. auch für die Situation hier von Bedeutung sind.


SPENDENAUFRUF für Busfahrer im Iran

- Mai 2007-

Großbritannien: Lügendetektoren gegen Sozialmissbrauch in Planung

Das Amt für Arbeit und Renten in Großbritannien schlägt vor, Telefongespräche per Lügendetektor zu überwachen. Wer Sozialleistungen bezieht, soll bei Gesprächen mit den SachbearbeiterInnen auf den Wahrheitsgehalt seiner/ihrer Angaben überprüft werden.
zum Artikel


- Januar 2007-

News zur Situation in Oaxaca (Mexiko)

APPO nimmt Stellung zu den Wahlen: Taktik... 12 Verletzte bei Übergriff von Priisten auf Autonomes Rathaus in San Antonino Castillo Velasco ALARM: Paramilitärs in Chiapas reorganisieren sich, Angriffe befürchtet
Indymedia-Bericht


- Oktober 2006-

Bei massiven Angriffen auf Oaxaca (Mexiko) wurde ein Indymedia-Reporter erschossen

Die mexikanische Bundespolizei sowie Trucks mit paramilitärischen Einheiten begannen am Freitag (27.10.06) mit Angriffen auf die Stadt Oaxaca, welche zusammen mit anderen Gemeinden seit mehr als 5 Monaten von der Popular Assembly of the People of Oaxaca (APPO) kontrolliert wird. Am Freitag begannen die Angiffe, als ein Schlägertrupp in die Rechtsfakultät der Autonomen Universität von Oaxaca, wo sich "Radio universitaria" befindet, eindrang und Brände legte. Reporter Brad Will von Indymedia New York/DC. wurde bei den Angriffen in Brust und Bauch geschossen. Er starb auf dem Weg ins Krankenhaus.
Indymedia-Bericht


- Juni 2006-

Straßenschlachten in Oaxaca (Mexiko)

Massiver Polizeieinsatz gegen die soziale und gewerkschaftliche Bewegung in der Landeshauptstadt im Juni. 11 Menschen, darunter drei Kinder, wurden bei der Polizeiaktion getötet.
Indymedia-Bericht


- August 2006-

Iran: Kündigung wegen Protest

Liebe Freundinnen und Freunde,
aufgrund eines Streiks der Busfahrer in Teheran wurden Anfang Januar 2006 über 1000 Arbeiter festgenommen, und ihre Wohnungen durchsucht. Anlass des Streiks war die Verhaftung von 10 Mitgliedern ihrer Gewerkschaft. Trotz aller Verhaftungen sind die übrigen Fahrer mit ihren Familien an Busbahnhöfen erschienen, um den Streik zu beginnen. Sie forderten die sofortige Freilassung ihrer Kollegen und Lohnerhöhungen. Um die Streikenden einzuschüchtern, haben Paramilitärs deren Familien als Geisel genommen (eingekesselt). Aber trotz aller Repressalien ist es den Busfahrern gelungen, ihre Proteste durchzuführen. Sie haben die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit nicht nur auf ihren eigenen Protest gelenkt, sondern auch dafür gesorgt, dass Arbeiter/Innen und Gewerkschaften in aller Welt den 15. Februar 2006 zum Tag der Arbeiter Irans ausgerufen haben.
Inzwischen sind 6 Monaten vergangen. Das Ergebnis ihrer Protestbewegung sind Entlassung, Bedrohung, Festnahme und Gefängnis. Und nun sind noch 180 von ihnen von der Kündigung bedroht.
Kündigung bedeutet nicht nur, dass ihre Zukunft ungewiss ist, nein, das allein ist es nicht!
Sie müssen nicht nur eine Familie unterhalten, ihre Kinder zur Schule und zur Universität schicken, ihre Kranken versorgen und Miete zahlen, sondern Kündigung bedeutet auch, dass Krankenversicherung nicht mehr verlängert wird. Das heißt selbst auch für Familien mit Kindern, dass sie während eines Krankheitsfalls nicht mehr medizinisch versorgt werden.

Um die Busfahrer und ihre Familien zu unterstützen, wollen wir Geld sammeln. Das Geld wird an eine unabhängige Arbeiterkasse zur Unterstützung der Kämpfe und Aktivitäten der Busfahrer im Iran weitergeleitet.

Spendenkonto: Verein zur Förderung der politischen Bildung e.V.
Verwendungszweck: Busfahrer im Iran
Volksbank Göttingen
Konto-Nr: 200 133 000
BLZ: 260 900 50

Soziales Zentrum Göttingen
Kontaktadresse: aki@unicum.de


Ein Interview mit Ebrahim Madadi, Vorstandsmitglied der Arbeiter der Busgesellschaft

Ein kurzes Interview der Dt. Welle mit Ebrahim Madadi.


Brief von Subcomandante Marcos zu den gewalttätigen Auseinandersetzungen in Atenco (Mexiko)

Ein Brief von Subcomandante Marcos an die Familie des getöteten Jungen, Alexis Benhumea. Der Brief wurde auf Wunsch der Familie veröffentlicht.
Bericht auf Indymedia


- März 2006 -

Satelliten treiben im Handel zur Arbeit an

Ein IT-gestütztes Werkzeug (Armband) zur Steigerung der Produktivität, das aus den USA stammen soll, macht in Großbritannien Furore. In Handel und Logistik werden mit Hilfe dieses Armbandes die Handbewegungen der Angestellten kontrolliert.
Ein Artikel auf Silicon.de vom 13.06.05


- Februar 2006 -

Hartz IV international

"Hilfsbedürftige sollen arbeiten - und dankbar sein" - Wer die USA, Großbritannien, Dänemark und Frankreich vergleicht, wird feststellen, dass sich die sozialpolitischen Strategien ähneln: Mit Zuckerbrot und Peitsche sollen aus Sozialhilfe- wieder Lohnempfänger gemacht werden, auch mit Minilöhnen und dem Druck, zu heiraten."
Ein Artikel von Anne Daguerre aus der "Le Monde diplomatique" vom 8.7.05


- Dezember 2005 -

Den Deutschen um Jahre voraus: Die "Reform des Arbeitsmarktes" in Großbritannien

"Wir haben die Kultur des Wohlfahrtsstaates geändert - es wird jetzt allgemein akzeptiert, daß Arbeitslose nach Arbeit suchen und Jobs auch annehmen müssen", äußert sich der britische Premierminister Tony Blair zufrieden über die Arbeitsmarktpolitik seiner Regierung. Die offizielle Arbeitslosenquote liegt bei fünf Prozent und ist die niedrigste seit den 70er Jahren. Im Februar erhielten von 59 Millionen britischen Staatsbürgern knapp 900000 Männer und Frauen Arbeitslosenunterstützung. Großbritannien gilt damit als europäisches Vorbild im Kampf gegen Erwerbslosigkeit. Aber der Schein trügt."
Ein etwas älterer Artikel aus der "jungen welt" von Gerhard Klas (Mai 2003), der aber nichts an Aktualität verloren hat.
Teil 1: Das Jobwunder
Teil 2: Moderne Kopfgeldjäger
Teil 3: Modell für die EU ?


- Juni 2004 -

Ein regnerischer heißer Mai - Die Revolte von Melfi und die Mobilisierung bei der Alitalia

Für viele existiert sie gar nicht mehr und wenn, dann nur noch als integriert und befriedet: die ArbeiterInnenklasse. Dass es diese als einheitliches Phänomen nie gegeben hat, ist heute eine fast vergessene Gewissheit von gestern, ebenso wie die Erkenntnis, dass die ArbeiterInnenklasse nicht per se revolutionär ist, sondern dies nur in ihren Kämpfen werden kann.
Nach 10 Jahren der Ruhe in den Fabriken ist es in Italien zum ersten Mal wieder zu einem großen Kampf der IndustriearbeiterInnen gegen ihre Ausbeutungsbedingungen gekommen. Und interessanterweise ist es gerade in Melfi, in der Basilikata, einer klassischen italienischen Armutsregion passiert, wohin das Kapital, die Fiat, aus den industriellen Agglomerationszonen geflüchtet ist, um den Widerstand der MassenarbeiterInnen zu brechen und neue Ausbeutungsbedingungen durchzusetzen. Ebenso erstaunlich ist der Ablauf des Kampfes, der in seinem Verhältnis zu den Gewerkschaften ähnliche Erfahrungen widerspiegelt wie sie aus dem Beginn des großen Massenarbeiterkampfzyklus der 1960er bis 80er Jahre in Italien bekannt sind. Und ebenso zu beachten ist, dass der Ort des Kampfes wie in dem vergangenen Kampfzyklus die Fiat ist, deren politische und technische Bedeutung für die Klassenzusammensetzung und die Klassenkämpfe in Italien nicht zu unterschätzen ist.

Der Beitrag der Wildcat geht außerdem noch auf den Streik bei der Alitalia ein.

ganzer Text bei Wildcat


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