Noch bewegt sich wenig, so scheint es jedenfalls. Nur in den Arbeitsämtern wird kräftig umstrukturiert und geplant. Schon seit geraumer Zeit wird kräftig an der Zwangsschraube gedreht: PSA, Bildungsgutscheine, Vermittlungsgutscheine, Zwangsberatung, Job-Center, Bewerbungszwang usw. Kaum eine/r blickt noch durch. Die Sperrzeiten winken permanent im Hintergrund. Jetzt werden die Anträge für ALG II verschickt. Ob wir überhaupt Geld im Januar kriegen, ist noch nicht ausdiskutiert. Die Nachrichten überschlagen sich geradezu.
Unterdessen wird intern an Sicherheitsmaßnahmen geplant. Erstmal gibt es ein "mentales" Training für die SachbearbeiterInnen, damit "schwierige" Gesprächssituationen durchgestanden werden können. Der Einbau von Alarmknöpfen wird genauso diskutiert wie die Einführung von Wachdiensten. Wichtiger sei es auch geworden, zusätzliche "Fluchtwege" für die MitarbeiterInnen zu ermöglichen, z.B. durch das "Verschieben eines Kopierers". Wir könnten dabei bestimmt helfen und noch mehr Fluchtwege finden und öffnen.
Und trotzdem. Noch wurschteln sich alle einfach durch. Es geht eben noch und irgendwie. Dann schreibe ich eben meine Bewerbungen, versuche die Zwangsberatung möglichst reibungslos hinter mich zu bringen oder mache das Bewerbungstraining ohne aufzufallen. Wenn ich mich querstelle und aufmucke, haben die mich doch erst recht im Visier.
Darauf haben wir keinen Bock mehr. Es geht auch anders! Jetzt ist es wichtig, sich einen kollektiven Umgang mit diesen Schikanen zu überlegen und Protestformen gegen die Agenda 2010 zu entwickeln.
Und das beim Frühstück! Dienstag, den 3. August um 10.30 Uhr im Juzi!
Kommt einfach vorbei. Gegen eine kleine Umlage kann jede/r mitfrühstücken.
Nächsten Dienstag, im Juzi, ab 10.30 Uhr wie immer! Und wie immer gibt es viel zu essen, viel zu erzählen und viel zu diskutieren.
Wir dokumentieren hier auch noch einmal die ausführliche Version dieser Einladung, wie sie in der Göttinger Drucksache abgedruckt war.