Strafanzeige gegen Polizei wegen Körperverletzung
im Amt und Freiheitsberaubung
Am 16.1.2007 wurde Cornelius Yufanyi vor dem Amtsgericht Göttingen
vom Vorwurf des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte freigesprochen.
Sowohl die Anordnung der Identitätsfeststellung als auch die Art und
Weise der Durchführung waren rechtswidrig gewesen.
Jetzt hat Cornelius Yufanyi gegen die Polizei Klage eingereicht wegen
Körperverletzung und Freiheitsberaubung. Unter Einsatz von Gewalt und
nachdem Cornelius Yufanyi von Polizeibeamten über die Straße verfolgt
worden war, wurde er zur Identitätsfeststellung auf die Polizeiwache
verbracht und dort festgehalten. Dieses gesamte Vorgehen war
rechtswidrig, was auch vom Gericht festgestellt worden war. Aufgrund
der ihm zugefügten Verletzungen stellte Cornelius Yufanyi Strafanzeige
gegen die Polizeibeamten.
Was war damals passiert?
Am 16. Mai 2006 fand ein Prozess gegen einen Unterstützer der Familie
Saado aus Ossenfeld statt, die um ihr Bleiberecht kämpft. Nach Ende
des Prozesses gegen 10 Uhr standen mehrerer Einsatzwagen der Polizei
vor dem Amtsgericht bereit. Die Beamten gingen auf die ProzessbesucherInnen
zu und forderten die Herausgabe der Personalien wegen "Abhalten einer
unangemeldeten Versammlung". Es wurde den BesucherInnen des Prozesses -
darunter auch JournalistInnen - verboten, den Platz vor dem
Amtsgericht zu verlassen. Die Polizei hinderte Leute gewaltsam am
Weggehen und wurde zunehmend aggressiv und handgreiflich. Direkt an
der Berliner Strasse wurden die meisten Leute in einer Art Kessel
festgesetzt. Weitere Personen wurden die Strasse entlang verfolgt und
Cornelius wurde schließlich regelrecht über die vielbefahrene Strasse
gejagt, mitten auf der Strasse niedergeworfen und festgenommen.
Berichte über den Prozess:
Pressemitteilung von "The Voice" und dem "AK Asyl" zum Prozess (pdf-Datei)
Indymedia-Bericht
zum Prozess inkl. des verteilten Flugis "Gegen rassistische Polizeigewalt und Sondergesetze"
Goest-Bericht über den
Prozess mit der Aussage von Cornelius