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Keine Weihnachtsferien für BEA!

Seit letzten Montag flattern vielen von uns die Anträge für das ALG II der BA (Bundesagentur für Arbeit ) ins Haus:
16 Seiten Antrag mit unverschämten persönlichen Fragen - faktisch ein Offenbarungseid. Wohl der WG, die bei sonstigem Haushaltsstress bei plötzlichen Kontrollen des Arbeitsamtes namentlich gekennzeichnete getrennte Kühlschränke, Putzmittel und Gewürzregale aufzuweisen hat.
Da der Widerstand verpennt hat, muss der Scheiß leider vor dem 3.1.05 (aber auch nicht früher) abgegeben werden - sonst gibt's im neuen Jahr keine Kohle. Es ist noch nicht einmal entschieden, wer für die Bearbeitung von ALG II zuständig sein wird, die BA oder der Landkreis - aber wir sollen nichts Eiligeres zu tun haben, als unsere Lebensverhältnisse wem auch immer offen zu legen.
Ein sorgfältiges Ausfüllen des ALG II - Antrags ist unser Recht und bewahrt uns vor falschen Angaben! Sorgfalt dauert! Wenn ALG II Anträge auf den letzten Drücker abgegeben werden, werden manche darin Protest vermuten. Dem wollen wir nicht widersprechen!

Was tun?

Trotz unseres immensen Vertrauens zu den kompetenten MitarbeiterInnen der BA informieren wir uns selbstverständlich anderweitig, bevor wir den ersten Buchstaben aufs Papier setzen. (infos z.B. unter www.soziales-Zentrum-goettingen.de, www.tacheles-sozialhilfe.de, www.labournet.de u.a.).
Der Antrag zum ALG II enthält gravierende Verstöße gegen den Sozialdatenschutz. Irrelevante und irreführende Fragestellungen sind nicht als freiwillig gekennzeichnet und wir beantworten auch nur Fragen, die wir beantworten müssen. Aber in aller Ruhe und nicht vor Weihnachten!
Wer jetzt nicht aufwacht, darf sich nicht wundern, wenn er/sie von der BA geweckt wird, um den ALG II - Antrag des Mitbewohners zu prüfen, dessen Socken dann hoffentlich nicht auf Euerm Wäscheständer hängen.
Spaß beiseite - der Sozialangriff geht weiter (steht sogar im GT).

Wehrt Euch!

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Antihartz


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